10 Fragen an Stefan Vasilev

Stefan Vasilev

Wie sind Sie ursprünglich mit Traffic Solvers in Kontakt gekommen?

Traffic Solvers entstand ursprünglich aus Recruitment Solvers, einer Plattform, an der Fawad, Mennan und ich bereits arbeiteten. Während der Entwicklung erkannten wir das Potenzial der zugrundeliegenden Technologie und begannen, über weitere Anwendungsmöglichkeiten nachzudenken. Fawads langjährige Erfahrung in der Verkehrsbranche und mein Hintergrund in IT und Softwareentwicklung führten zu der Idee, dieselbe Technologie für Mobilität und Verkehrskommunikation einzusetzen. Als wir gemeinsam die Möglichkeiten prüften, erkannten wir, dass genau diese Kombination aus Fachwissen und Technologie großes Potenzial barg.

Wann dachten Sie zum ersten Mal: Da könnte etwas dran sein?

Dieser Moment kam, als die ersten Rückmeldungen zur Plattform eintrafen. Die Kunden erkannten Möglichkeiten, die unsere ursprünglichen Vorstellungen sogar übertrafen. Was als Idee begann, die Technologie von Recruitment Solvers auf einen anderen Markt anzuwenden, erwies sich als echte Lösung für die alltäglichen Probleme von Unternehmen. Ihre Begeisterung und die darauf folgenden Gespräche gaben mir das Gefühl, dass hier großes Zukunftspotenzial schlummert.

Was hat Sie an der Idee hinter Traffic Solvers gereizt?

Was mich am meisten reizte, war, dass es damals keine vergleichbare Lösung auf dem Markt gab. Das Potenzial, etwas zu bewirken, kombiniert mit der Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Plattform, machte sie für mich sehr interessant. Außerdem passte sie perfekt zu meinem technischen Hintergrund und Fawads Fachwissen.

Welche technische Herausforderung des vergangenen Jahres sticht für Sie am meisten hervor?

Die größte technische Herausforderung bestand darin, eine Plattform zu entwickeln, die nicht nur skalierbar, sondern auch flexibel genug für den internationalen Einsatz ist. Von Anfang an war es unser Ziel, eine Lösung zu vermeiden, die nur für einen einzelnen Markt oder eine einzelne Situation geeignet ist.

Darüber hinaus arbeiten wir mit verschiedenen Kommunikations- und Social-Media-Plattformen, die alle ihre eigene Struktur, ihre eigenen Funktionen und Einschränkungen aufweisen. Die Herausforderung besteht darin, diese Unterschiede im Backend effektiv zu handhaben und gleichzeitig den Nutzern ein einheitliches und benutzerfreundliches Frontend-Erlebnis zu bieten. Insbesondere die Kombination von Skalierbarkeit, Mehrsprachigkeit und Integrationen mit verschiedenen Plattformen hat zahlreiche technische Entscheidungen und Herausforderungen mit sich gebracht.

Was haben Sie beim Aufbau eines Startups unterschätzt?

Es gehört viel mehr dazu als nur Ihre eigene Expertise. Als Angestellter werden Ihnen viele Dinge abgenommen, während Sie als Unternehmer alles selbst herausfinden und organisieren müssen. Das kostet viel mehr Zeit, als Sie ursprünglich dachten.

Außerdem heißt es oft, Unternehmertum biete mehr Freiheit, und das stimmt. Was aber seltener erwähnt wird, sind die vielen Abende, an denen man bis spät in die Nacht arbeitet, und die Feiertage, an denen man trotzdem regelmäßig den Laptop aufklappt, um nach dem Rechten zu sehen. Als ich noch angestellt war, gab man freitags seine Aufgaben ab, klappte den Laptop zu und schaute zwei Wochen lang nicht mehr hin. Als Unternehmer läuft das anders.

Wie blicken Sie im Rückblick auf Ihre Entscheidung zurück, Ihren Job zu kündigen?

Ich blicke positiv darauf zurück, aber es war definitiv ein nervenaufreibender Schritt. Man verlässt eine vertraute Situation und wagt sich in ein neues Abenteuer ohne Garantien. Man hat auch immer die Angst vor dem Scheitern und den damit verbundenen finanziellen Konsequenzen. Genau deshalb ist es umso schöner zu sehen, was wir im ersten Jahr erreicht haben.

Welche Rolle spielte Vertrauen bei dieser Entscheidung?

Vertrauen spielte eine entscheidende Rolle. Vertrauen in das Wissen und die Erfahrung, die Fawad und ich mitbrachten, aber auch Vertrauen in das Produkt und unsere Vision. Wir waren von Anfang an überzeugt, dass wir damit ein Problem des Marktes lösten.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Fawad in der Praxis?

Die Zusammenarbeit verläuft hervorragend. Wir haben eine klare Rollenverteilung: Fawad bringt vor allem sein Markt-, Nutzer- und Kommunikationswissen ein, während ich mich hauptsächlich auf Produktentwicklung und Technologie konzentriere. Dadurch können wir viele Aufgaben selbstständig bewältigen und uns gleichzeitig optimal ergänzen. Genau diese Kombination aus Branchenkenntnissen und technischer Expertise ermöglicht es uns, flexibel zu reagieren und schnell Entscheidungen zu treffen.

Worauf sind Sie im Rückblick auf Ihr erstes Jahr am meisten stolz?

Ich bin besonders stolz darauf, was wir in relativ kurzer Zeit erreicht haben. Wir haben auf (inter)nationalen Messen ausgestellt, einen europäischen Preis gewonnen und schnell auch außerhalb der Niederlande Erfolge erzielt. Am meisten freut mich aber wohl, dass aus einer Idee eine Plattform geworden ist, die tatsächlich von Kunden genutzt wird. Wenn ich auf das erste Jahr zurückblicke, bin ich besonders stolz darauf, wie schnell wir gewachsen sind und wie viele Schritte wir unternommen haben.

Was erhoffen Sie sich von Traffic Solvers in fünf Jahren?

Ich hoffe, dass sich Traffic Solvers zu einem starken internationalen Unternehmen entwickelt hat. Natürlich im Verkehrssektor, aber auch darüber hinaus. Wir sind überzeugt, dass sich gute Kommunikationsprozesse in vielen Märkten verbessern lassen. Es wäre großartig, wenn unsere Technologie in fünf Jahren in verschiedenen Branchen eingesetzt würde, um die Kommunikation intelligenter, schneller und effektiver zu gestalten.

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